Das lernst du in deiner Ausbildung
Arbeitsvorbereitung
Gerüstbau
Herstellung des Mauerwerks
Isolieren, veredeln, verkleiden
Restaurieren & sanieren
Deine Ausbildung zum Maurer (m/w/d) –
das erwartet dich
Wie läuft die Ausbildung als Maurer ab?
Die Ausbildung zum Maurer ist dual aufgebaut und dauert drei Jahre. In der Regel besuchst du zweimal wöchentlich die Berufsschule und übst dich in den verbleibenden drei Tagen in deinem Ausbildungsbetrieb. In der Praxis packst du bereits ab deinem ersten Ausbildungsjahr auf den Baustellen mit an. Zuerst arbeitest du unter Anleitung und später auch schon ganz selbstständig. Fächer wie Einrichten einer Baustelle oder Mauern eines Baukörpers vermitteln dir die nötige Theorie für deine Arbeit auf den Baustellen.
Was lernt ein Maurer in der Berufsschule?
In der Berufsschule erfolgt im ersten Ausbildungsjahr ein genereller Wissenserwerb über die Bauwirtschaft und das Berufsbild der Bautechnik. Im zweiten und dritten Ausbildungsjahr wirst du mit den Lernfeldern für das Maurerhandwerk vertraut gemacht und lernst das nötige Know-how über verschiedene Materialien, Arbeitsgeräte und Maschinen sowie über Bedarfs- und Kostenplanungen.
1. Ausbildungsjahr:
Einrichten einer Baustelle: Im ersten Jahr deiner Ausbildung lernst du, was du bei der Durchführung eines Bauvorhabens zu beachten hast. Zuerst findet die Bauplanung statt, dann geht es an die Durchführung und zum Schluss erfolgt die Bauabnahme. In der Berufsschule werden dir die genauen Arbeitsschritte und Tätigkeiten unter Berücksichtigung der Arbeitsschutzvorschriften und des Umweltschutzes vermittelt.
Mauern eines Baukörpers: Natürlich mauerst du in der Schule nicht – aber du wirst merken, wie wichtig eine gründliche Vorbereitung ist. In der Berufsschule erhältst du deshalb Informationen über die verschiedenen Baustoffe und deren Eigenschaften – also zum Beispiel die Dichte, Luftschall- und Wärmedämmung sowie über unterschiedliche Mörtelgruppen. Anhand von Übungsaufgaben wählst du geeignete Materialien für ein Bauvorhaben aus und erstellst eine Auflistung der Arbeitsmaterialien. Bei dieser Aufgabe machst du dich vertraut mit der Mengen- und Materialermittlung, fertigst Aufmaßskizzen an und lernst die Maßordnung im Hochbau kennen.
Herstellen einer Holzkonstruktion: In der Berufsschule geht es im ersten Ausbildungsjahr zudem um die Herstellung von Holzkonstruktionen. Du erlangst Wissen über die verschiedenen Holzarten und lernst unterschiedliche Verbindungen und Verbindungsmittel kennen. Auch hier geht es um das Anfertigen von Skizzen für die Arbeit und die Ermittlung des Materialbedarfs.
2. Ausbildungsjahr:
Mauern einer einschlägigen und zweischlägigen Wand: In diesem Fach planst du die Herstellung einer Wand. Du überlegst dir, welche Steine und Materialien du benötigst und welche Versetztechnik geeignet ist – also die Art, wie die Steine verlegt werden sollen. Dafür legst du den Arbeitsablauf fest und entscheidest, welche Maschinen benötigt werden. Du kalkulierst die Baustoffmengen und machst dich mit Kostenvergleichsrechnungen vertraut.
Herstellen einer Massivdecke: Im zweiten Jahr deiner Ausbildung erfährst du, wie Stahlbetondecken hergestellt werden. Du vergleichst die verschiedenen Deckenarten miteinander und lernst das Wichtigste über die Konstruktion, das Trageverhalten und die Herstellung von Beton.
Herstellen von Estrich: Diese Veranstaltung vermittelt dir, wie du einen schwimmenden Estrich herstellst – also den Untergrund für Fußbodenbeläge. Dafür führst du Mischungsberechnungen durch und ermittelst die Baustoffmengen für den Estrich.
3. Ausbildungsjahr:
Herstellen einer Treppe: Im dritten Jahr deiner Ausbildung lernst du, wie du die Herstellung einer Treppe planst. Du wirst mit den baurechtlichen Vorschriften von Treppen vertraut gemacht und wählst unter Berücksichtigung der Sicherheit und Gestaltung die Stufenform und den Belag aus.
Herstellen einer Natursteinmauer: Wenn es um die Herstellung einer Natursteinmauer geht, wird es kreativ – denn neben den konstruktiven Gesichtspunkten, geht es hier vor allem um gestalterische und ökologische Überlegungen. In diesem Fach planst du die Herstellung einer solchen Mauer und fertigst Ausführungszeichnungen an.
Mauern besonderer Bauteile: In dieser Lehrveranstaltung dreht sich alles um das Mauern besonderer Bauteile – es geht unter anderem darum, was du beim Mauern von besonderen Teilen, etwa von Holzfachwerk, Schornsteinköpfen oder Anschlüssen, beachten musst. Beispielsweise verstehst du bald, wie du einen Schornstein planst und herstellst.
Was lernt ein Maurer in der Praxis?
1. Ausbildungsjahr: Im ersten Jahr der Ausbildung wirst du zunächst mit den Strukturen und Tätigkeiten deines Ausbildungsbetriebes vertraut gemacht. Du übst dich im Umgang mit den notwendigen Werkzeugen, Baugeräten und -maschinen und weißt bald, wie du Baupläne liest.
2. Ausbildungsjahr: Unter Aufsicht stellst du Baukörper eigenständig her und lernst, wie du Mörtel anmischst und aufträgst. Während deiner Arbeit prüfst du die Ausrichtung der Mauer mit einer Wasserwage und Laser-Nivelliergeräten.
3. Ausbildungsjahr: Dein letztes Ausbildungsjahr lässt schon ein eigenständiges Arbeiten zu – denn mauern kannst du jetzt schon. Allerdings übst du dich im Mauern von besonderen Bauteilen wie Fenstern, Schornsteinen oder Treppen sowie in der Anfertigung von Schalungen für Wände und Decken.
(Quelle: Ausbildung zum Maurer - Infos und freie Plätze - Stand 11/2022)